Neues aus der CDU
02.11.2011, 11:00 Uhr
Eröffnung der konstituierenden Ratssitzung der Stadt Dinklage am 01.11.2011
Rede des Altersvorsitzenden Gisbert Dödtmann
Vor der Eröffnung der konstituierenden Ratssitzung am 01.11.2011 um 17:00 Uhr in der Gaststätte "Rheinischer Hof" in Dinklage richtete der Altersvorsitzende Gisbert Dödtmann einige Worte an die Ratsmitglieder.
Danach eröffnete er die konstituierende Sitzung des Rates der Stadt Dinklage für die neue Ratsperiode (2011 - 2016).
Hier die Rede im Wortlaut:

Guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich begrüße Sie zur konstituierenden Sitzung des Rates der Stadt Dinklage.
 
Parlamentarischer Brauch ist es – das entspricht unserer Geschäftsordnung –, dass der Älteste die erste Sitzung des Stadtrates in einer neuen Legislaturperiode eröffnet.
Ich bin am Samstag, dem 09. März 1946, geboren. Wenn jemand von den Kollegen im Saal älter ist als ich, dann möge er sich melden oder er schweige für immer.
Ich höre und sehe keinen Widerspruch.
Alt zu werden, ist nicht immer ein Spaß und wie heißt es oft „Alter ist meist nur eine Ausrede“. Doch alt zu sein ist sehr wohl oftmals auch ein Vergnügen.
Insbesondere dann, wenn man 65 Jahre zählt und damit just der Älteste in dieser Runde ist. Dies verschafft mir die ganz besondere Ehre, heute hier zu dieser Stunde die neue Ratsperiode einzuläuten.
 
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Ich habe die Freude, jetzt einige Worte sagen zu dürfen. Die besondere Gnade dieses Moments ist, dass man sagen darf, was man schon immer sagen wollte.
In den USA beginnt man eine Rede mit einem Witz, in Japan mit einer Entschuldigung.
Ich beginne mit einer Zusage: Diese Rede wird nicht zu lange dauern.
 
Ich begrüße die neuen Kollegen und diejenigen, die viele Jahre mit uns schon zusammengearbeitet haben. Die Kommunalwahlen 2011 für die nächsten 5 Jahre sind gelaufen und der Wähler hat von seinem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Uns allen hat er sein Vertrauen ausgesprochen!
Nur bleibt ein ganz großer Wermutstropfen, den wir verdauen müssen – der Nichtwähler hat die absolute Mehrheit erreicht – eine große Sorge und Last, die bleibt, das ist die geringe Wahlbeteiligung. Wir müssen uns fragen, wie wir das Vertrauen unserer mündigen Bürger zurückgewinnen können. Es muss doch möglich sein, den Wähler zu überzeugen, welch große Macht er mit seiner Stimme hat. Auch sollte ihm, dem Wähler, klar gemacht werden, welchen Einfluss er hat. Das verbriefte Wahlrecht in unserer Demokratie ist auch gleichzeitig eine Wahlpflicht. Auch sollen und müssen wir die Interessen der Wähler an der lokalen Politik wecken. Nicht nur gegenüber dem Wähler, sondern gerade nach dieser Wahlbeteiligung liegt besondere Verantwortung auf uns, wieder mehr Bürger zu erreichen.
 
Meine Damen und Herren!
Wir haben gemeinsam den Auftrag, den Nutzen der Dinklager Mitbürger zu mehren, Schaden von ihm zu wenden und nach unserem Gewissen zu entscheiden. Nicht nur dem Einzelnen sind wir verpflichtet, sondern wir sind verantwortlich für die Bürger in ihrer Gesamtheit.
Wir werden uns in Debatten streiten. Wir werden in den Ausschüssen arbeiten. Aber eines wird uns immer gemeinsam sein: die Achtung vor jedem Kollegen und seiner Meinung, die Bereitschaft zum sachlichen Argument, die Fähigkeit, Kompromisse zu prüfen, die Entschlossenheit, zu entscheiden und dann voranzuschreiten. So wollen wir es auch in schwierigen Zeiten halten. In schwierigen Zeiten ist Optimismus Pflicht. Ermutigend ist, dass uns der Optimismus und die Zuversicht nicht abhandenkommen werden. Eine Stärke des neuen Stadtrates wird seine große Vielfalt sein. Ihm gehören Menschen aus unterschiedlichen Altersstufen an. Die Altersspanne beträgt fast ein halbes Jahrhundert; auch ich trage meinen bescheidenen Teil dazu bei. Hier sind Männer und Frauen aus ganz unterschiedlichen Berufen und mit ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen vertreten. Allerdings gibt es auch einige Gruppen, von denen man sich gewünscht hätte, dass sie hier vertreten währen. Die Zahl der Selbstständigen, der Unternehmer, die Zahl der Landwirte und Bauern in unseren Reihen sind ziemlich mäßig – sie ist gleich null. Denn von dem speziellen Wissen derer hätte der Rat profitieren können zur Gestaltung des politischen Lebens in Dinklage.
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Es gibt viele Herausforderungen. Wir bewältigen sie nur, wenn wir in den unterschiedlichen Verantwortungsbereichen hier im Rat der Stadt Dinklage gemeinsam daran arbeiten.
Ob es gelingt, weiß man nie.
Aber die Zuversicht bleibt, dass wir, wenn wir alle – jeder an seinem Platz – ehrlich und offen miteinander, die Zukunft unserer Stadt ausbauen, so wie wir es als Auftrag vom Wähler bekommen haben.
 
Ich bedanke mich bei Ihnen.
aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 23.11.2011, 19:22 Uhr
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