Bau der Stallanlagen wird gesteuert

Dinklager Rat beschließt Aufstellung der Bebauungspläne / Keine Veränderungssperre

Von Janine Martin

Dinklage – Der Bau neuer Tierhaltungsanlagen in Dinklage wird künftig gesteuert. Das haben die Mitglieder des Stadtrates gestern Abend mit einer Enthaltung beschlossen. Dafür werden im gesamten Außenbereich der Stadt Dinklage fünf einfache Bebauungspläne aufgestellt.

Diskussionen gab es vor der Entscheidung vor allem in der Frage, ob in diesem Zusammenhang auch Veränderungssperren für diese Bereiche erlassen werden sollen. Vor rund 20 Landwirten, die zur Sitzung in die Gaststätte Bürgerstuben (Suntken) gekommen waren, diskutierten die Ratsmitglieder diesen Punkt. Mit einer Enthaltung beschloss der Rat, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Veränderungssperren erlassen werden sollen. Im Bedarfsfall kann dies aber nachgeholt werden.

Sabine Meyer, Fraktionsvorsitzende der CDU, begründete die Entscheidung: „Es ist sinnvoller eine Veränderungssperre zu erlassen, wenn ein konkretes Bauvorhaben auf dem Tisch liegt, das nicht in die Planung passt.“ Auch das Bürgerforum stimmte der Entscheidung zu. „Ich hätte den Beschluss heute gern mit einer Veränderungssperre gesehen. Aber ich kann mich auch mit dieser Lösung anfreunden“, sagte Ulrich Heitmann, Fraktionsvorsitzender des Bürgerforums. Gudrun Kröger (CDU) zeigte sich erleichtert, dass die Veränderungssperre gestern nicht erlassen wurde. Sie befürchtete: „Mit einer solchen Sperre hätten wir jegliche Baugenehmigungen verhindert.“

Kröger betonte, dass die Landwirte in die weiteren Planungen der Stadt einbezogen werden wollen. Laut Bauamtsleiter Michael Busch soll dies auch in den nächsten Schritten geschehen. „Die Aufstellung der Bebauungspläne war der Startschuss“, sagte Busch. Als nächste soll nun ein Arbeitskreis mit allen Beteiligten gebildet werden. Dazu zählen unter anderem Vertreter der Dinklager Politik, des Landkreises und der Landwirte. Im Anschluss an die Arbeitskreissitzungen soll eine öffentliche Informationsveranstaltung stattfinden, bevor ein Vertreter der Landwirtschaftskammer alle Dinklager Betriebe besucht und ein sogenanntes Entwicklungsgutachten erstellt.

Alle Fraktionen und Bürgermeister Heinrich Moormann betonten, dass die Steuerung des Baus neuer Tierhaltungsanlagen in Zukunft keine neue Stallbauten verhindern soll. „Die Stadt muss nur die Möglichkeit haben, im Einzelfall nein zu geplanten Standorten sagen zu können“, sagte Moormann. Der Bürgermeister lobte, dass die Stadt mit diesem Beschluss in die Zukunft schaue.

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