Weniger Einwohner und zukünftig stark steigende Schulden
Christoph Bornhorst, stellvertretender Bürgermeister und Kämmerer, vertrat den erkrankten Bürgermeister Putthoff bei der Senioren-Union. Unterstützt durch Bilder schilderte er kenntnisreich die Entwicklung der Stadt im Jahr 2025 und gab einen Ausblick auf das Jahr 2026.
Trotz eines geringen Geburtenüberschusses sank die Einwohnerzahl Dinklages infolge von Abwanderungen zum 31.12.2025 um 82 Mitbürger auf 13980. Anteilsmäßig legten die Senioren leicht zu. Da die Geburten um 16 über den Todesfällen lagen, sorgte der Geburtenüberschuss dafür, dass die Bevölkerung in Dinklage unverändert jung bleibt.
Die Kindergartensituation hat sich nach Fertigstellung des Kindergartens St. Martin entspannt. Es stehen 529 Kindergartenplätze zur Verfügung. Davon sind 512 belegt. Hinzukommen 204 Krippenplätze, von denen 197 belegt sind.
Im Jahre 2025 wurden 34 Neubauten (+7) mit 135 Wohneinheiten fertiggestellt. 102 Bauanträge (+6) wurden neu gestellt.
Obwohl die Gewerbesteuer von 12,3 auf 8,9 Mio. Euro im Jahr 2025 sank, bleibt sie die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Der Anteil an der Einkommenssteuer stieg moderat auf 7,7 Mio. Euro. Mit weitem Abstand folgt die Grundsteuer B mit 2,8 Mio. Euro. Die Kreisumlage stieg von 37 auf 38,5% und wird sich im Jahr 2026 auf 42% erhöhen. Dadurch wird die Stadt voraussichtlich anstatt mit 7,8 Mio. im Jahr 2025 in diesem Jahr mit 9,1 Mio. Euro belastet. Die Stadt beschäftigt mit 80 Mitarbeitern zwei mehr als im Vorjahr. Der Personalaufwand stieg auf 5,3 Mio. Euro.
Ende 2025 war der Schuldenstand der Stadt auf 3,7 Mio. Euro gesunken. Durch die vielen investiven Maßnahmen in Schulen, Freibad, Kindergärten, Kitas, Feuerwehr und Straßen droht der Schuldenstand der Stadt Ende 2026, einen Höchstwert von 20 Mio. Euro mit stark steigenden Zinsausgaben zu erreichen.
Mittelfristig entwickelt die Stadt am Dinklager Ring ein Gewerbegebiet von 10 ha. Für Wohnbebauung sollen 3 ha Auf dem Hövel und 5 ha zwischen dem Dinklager Ring und der Lohner Straße erschlossen werden.
Da Christoph Bornhorst auch alle gestellten Fragen beantwortete, wurde er mit einem herzlichen Applaus für seine detaillierten Ausführungen verabschiedet.
Text und Fotos: Hans Hoymann