Landrats- und Bürgermeisterkandidat stellen sich vor
Dinklage - Der amtierende Landrat des Landkreises Vechta, Tobias Gerdesmeyer, bewirbt sich bei der Kommunalwahl im September um eine weitere Amtszeit. Robert Blömer, Vorsitzender des Dinklager Stadtrates, kandidiert erstmals für das Amt des Bürgermeisters. Beide stellten sich den Mitgliedern der Senioren-Union sowie zahlreichen interessierten Gästen bei Fetisch-Jordan vor.Tobias Gerdesmeyer betonte, dass die Tätigkeit als Landrat für ihn nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung und Herzensangelegenheit sei. Er zeigte sich stolz auf das bisher Erreichte und warb für eine wirtschaftsfreundliche Politik. Diese ermögliche Unternehmen Investitionen im Landkreis und schaffe attraktive Arbeitsplätze vor Ort. Davon profitierten sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Städte und Gemeinden durch zusätzliche Steuereinnahmen.
v. links: Waltraud Putthoff-Posledni, Gisbert Dödtmann, Robert Blömer, Marianne Albers, Tobias Gerdesmeyer, Hans Hoymann, Helmut Hüttig, Hans-Werner Engel, Hermann NordmannDer gelebten Freiheit des Einzelnen stellte Gerdesmeyer die Eigenverantwortung zur Seite. Der Staat könne nicht alle Aufgaben übernehmen. Jeder sei gefordert, seine Fähigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft einzubringen. Optimistische und engagierte Ehrenamtliche prägten Brauchtum, Tradition und das gesellschaftliche Miteinander. Pessimismus und Hetze hingegen seien keine Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft und einen menschenfreundlichen Zusammenhalt.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Bildung. Schulen müssten auch künftig in der Lage sein, eine hochwertige Bildung und Ausbildung zu gewährleisten. Wissen bilde die Grundlage für Innovation, Kreativität und zukünftigen Wohlstand. Gerdesmeyer sprach sich zudem für das Zentralkrankenhaus in Vechta aus. Nun gelte es, den Umbau bei laufendem Betrieb erfolgreich zu bewältigen. Der Krankenhausträger müsse die Standorte Damme und Vechta so verzahnen, dass beide wirtschaftlich arbeiten können.
Robert Blömer stellte seinen persönlichen und beruflichen Werdegang sowie seine inzwischen 20-jährige kommunalpolitische Tätigkeit im Stadtrat Dinklage und im Kreistag Vechta vor. Zum Fall Putthoff erklärte er, zunächst die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kreisrevision abwarten zu wollen. Der bereits entstandene Imageschaden dürfe jedoch nicht zu einer dauerhaften Krise für die Stadt werden. Mit einer teamorientierten Führung möchte er verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen und eine bürgernahe sowie moderne digitale Verwaltung gestalten.
Die Erschließung neuer Gewerbeflächen soll nach seinen Vorstellungen die heimischen Betriebe stärken, Arbeitsplätze in Dinklage sichern und die Gewerbesteuereinnahmen erhöhen. Gleichzeitig gelte es, Einnahmen und Ausgaben der Stadt wieder in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Durch die Schließung von Baulücken, Aufstockungen bestehender Gebäude und die Ausweisung neuer Wohngebiete soll auch künftig Wohneigentum in Dinklage ermöglicht werden.
Ein besonderes Anliegen ist Blömer die Unterstützung des Ehrenamtes. Die zahlreichen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger seien tragende Säulen des Vereinslebens, stärkten das Gemeinschaftsgefühl und wirkten Einsamkeit sowie Resignation im Alter entgegen. Ebenso wolle er die Inklusionsarbeit von Dinklusiv weiter fördern.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich die Besucherinnen und Besucher mit herzlichem Applaus bei Tobias Gerdesmeyer und Robert Blömer für ihre ausführlichen Erläuterungen und die Beantwortung zahlreicher Fragen.
Text und Fotos: Hans Hoymann